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Die beiden bestplatzierten Österreicher: Martin Weißkopf und Martin Islitzer
Lagebesprechung am Vorabend....wo geht jetzt die Strecke?
So schauts aus in Andorra
Philipp Brugger kämpft sich aufwärts
Martin Islitzer lässts tuschen!
Philipp Brugger lässt einen Spanier hinter sich
Martin Weißkopf kommt aus der Tragepassage
Martin Islitzer am letzten Berg
Ein junger Franzose testet intensiv die Schneequalität in Andorra
Der Hammer des Tages: Toni Palzer aus Ramsau/Berchtesgaden
Weltmeisterschaft in Andorra – Tag 6 – Jugendrennen

Von: Karl Posch 04.03.2010
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Heute stand das Jugendrennen bei der WM am Programm. Wir hatten drei Jugendliche am Start: Martin Weißkopf (18 Jahre) und Martin Islitzer (17 Jahre), beide aus Prägraten in Osttirol und Philipp Brugger (17 Jahre) aus Sistrans. Dieses Tiroler Aufgebot musste gegen die bekannt starken Italiener und Schweizer antreten, die zum Teil schon jetzt in jungen Jahren Profistatus haben. Und sie schlugen sich hervorragend!
 
Am Morgen war nicht zu glauben, was der Wetterbericht voraussagte: gute Bedingungen und schönes Wetter. Es hing der Nebel bis zum Quartier im A-Hotel in Soldeu herunter, sogar Schneeflocken tanzten vom Himmel. Die Nachrichten in der früh von der Strecke waren aber gut, die Spurmannschaften unterwegs. Also Aufbruch! Im Startgelände auf 2.100 Metern in Grau Roix (die jungen starteten auf der gleichen Strecke wie die Erwachsenen gestern, nur auf ca. 1300 hm verkürzt) war die Situation etwas besser, aber es war windig und schweinekalt.
 
Der Start erfolgte mit etwas Verspätung, denn die Spurerei brauchte etwas Zeit. Zwischendurch hörte man immer wieder das dumpfe wummen der Lawinensprengungen, die sicherheitshalber emtlang der Strecke aus dem Hubschrauber vorgenommen wurden. Pünktlich riss dann aber der Himmel auf, die Wolkenfetzen wurden schnell vom Wind verscheucht. Von Anfang an setzten sich die berühmt berüchtigten starken Jugendlichen der Junior-Klasse rund um den späteren italienischen Sieger Robert Antoniolli vom Feld ab. Ein Wahnsinn, was diese Jugendlichen mit nur 17 – 19 Jahren weiterbringen! Unsere drei Recken konnten sich im Mittelfeld gut einreihen, die Führung des Österreicher-Pakets übernahm Martin Weißkopf. Bei der Überschreitung des ersten Gipfels musste wegen des kalten Höhensturms improvisiert werdne, eine Tragepassage im Anbstieg wurde eingebaut. Auf den zweiten Gipfel wurde dann um einige Meter verzichtet, um die Jugendlichen nicht zu stark der Kälte auszusetzen. Hier begannen die Probleme von Philipp Brugger…heuite ging ihm nichts auf, leichter Frust machte sich bei ihm breit. Währenddessen konnten die beiden Osttiroler Ihre Platzierung laufend verbessern.
 
Zwar waren die Wechsel nicht optimal, und beide verloren immer wieder wertvolle Sekunden auf die arrivierten Konkurrenten, aber im letzten Anstieg mit einer knackigen und langen Tragepassage konnte Weißkopf seine Stellung gut ausbauen und Islitzer etwas hinter sich lassen. Der Sturm hatte sich mittlerweile etwas gelegt, und den letzten Teil der Strecke absolvierten alle bei strahlendem Sonnenschein und gepresstem Pulver…also Idealbedingungen. Das Gesicht von Brugger wollte dau garnicht passen, er hatte sein Rennen mit den größten Hoffnungen in den Sand gesetzt, seine Ziele nicht erreicht. Trotzdem fuhr er es tapfer zu Ende. Die beiden Osttiroler ließen es auf der Abfahrt nochmal kräftig krachen, und konnten sich mit Platz 15 (Weißkopf) und Platz 17 (Islitzer) mit respektabel kleinem Rückstand tief in die Spitze vorarbeiten. Brugger finishte schließlich als 21.
 
Den Wahnsinn des Tages lieferte aber ein Deutscher: der erst 15-jährige Toni Plazer düpierte die Konkurrenz in der jüngsten Klasse, den Cadets. Er siegte hier mit 5 Minuten (!!!) Vorsprung. Auch die anderen Deutschen brachten Wahnsinns- Leistungen. Hier muss man vor der guten Jugendarbeit unserer Nachbarn neidlos den Hut ziehen.
 
Morgen geht’s zum vorletzten Bewerb der WM, dem Teamrennen. Wir werden 2 Teams in Rennen schicken: Lydia Prugger/Michaela Essl and Jakob Herrmann/Markus Stock. Das zweite geplante Herrenteam mit Klocker und Fasser wird nicht starten, Alex Fasser ist nicht ganz auf der Höhe und will sich für die abschließende Staffel schonen.
 
Übrigens: Österreich liegt aufgrund der guten Leistungen unserer Athleten derzeit auf Rang 5 der Nationenwertung von gesamt 22 gewerteten Nationen!
 
Wer uns hier echt fehlt, ist unser guter Geist der Truppe, Alex Lugger. Er ist mittlerweile aber auf dem Weg der Besserung, sein operiertes Knie macht Fortschritte. Und Dank Skype und Facebook (jaja, gibts auch imLesachtal!) ist er praktisch immer live mit dabei und kann die Früchte seiner Vorarbeit sehen. Und dabei zergeht im fast der A... weil er nicht dabei ist :-)
 
Morgen verlassen uns 4 Leute unserer Truppe: Werner Brugger packt die drei Tiroler Jungen Athleten ins Auto und fährt direkt nach Hause. Die letzten Bewerbe werden wir also mit "nur" 9 Österreichern bestreiten.
 
Hier geht’s zu den heutigen Ergebnissen
 
Auf der Webseite des Veranstalter steht wieder die Startliste für morgen bereit…wird a harte Partie morgen.
 
 
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