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Die Österreichischen Meister 2008: Lydia Prugger aus Ramsau und Alexander Lugger aus Maria Luggau
Video Erster Aufstieg der Spitzengruppe. Andi Ringhofer hat zu diesem Zeitpunkt einen Vorsprung von etwa 1 1/2 Minuten
Andi Ringhofer war im Aufstieg nicht zu schlagen....er ging wie eine Maschine!
Alex Lugger vor Hans Wieland im Aufstieg
Video Anstieg zur finalem Tragepassage. Andi Ringhofer knapp vor Alex Lugger
Aufstieg in der Tragepassage. Hier der Osttiroler Wolfi Klocker
Video Die letzte Abfahrt vor dem Ziel: als erster fährt Andi Ringhofer in die Rinne, wird dann von Alex Lugger überholt
Die Österreichische Meisterin Lydia Prugger aus Ramsau auf Ihrer rasanen Abfahrt zum Meistertitel
Die schwierige Abfahrt durch die Seekarlsrinne forderte auch einige Opfer....
Der Tiroler Meister Alexander Fasser auf der Abfahrt
Rofan Xtreme – eine wunderschöne und würdige Österreichische Meisterschaft im Schibergsteigen!

Von: Karl Posch 17.02.2008
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Die Entwicklung im Schibergsteigen bringt hierzulande immer mehr hochkarätige und perfekt organisierte Rennen hervor.  So gesehen am 16.2.08 in der Aktiv-Vitalregion Achensee im Rofan. Dort wurde im Rahmen des Rofan Xtreme die Österreichische Meisterschaft im Schibergsteigen im Einzelbewerb ausgetragen.
 
Es wurde diese Tiroler Top- Veranstaltung schon im Vorfeld von Werner Brugger und seinen Mannen vom ASKIMO Tirol und vom WSV Jenbach perfekt eingefädelt und vorbereitet. Ungeheuer viel Hirnschmalz und Arbeitseinsatz lief in die Planung in den Wochen vor dem Tag X. Schließlich wurde im Schatten des „Airrofan“ (einem Fluggerät der Spitzenklasse) eine Strecke gefunden, die internationalen Ansprüchen genügt und die eine würdige Veranstaltung versprach. Dank der großzügigen Unterstützung der Touristiker, Seilbahner und Bergretter im Rofan konnten bereits am Vortag der Veranstaltung viele Athleten anreisen und die Strecke besichtigen. Durch die Bank wurde diese als hervorragend, aber schwierig eingeschätzt….perfekt für die ÖM!
 
Bei den letzten Besprechungen der Streckenkommission wurde dann am Freitag vor dem Rennen noch eine wichtige Entscheidung getroffen: die Seekarlrinne, die Schlüsselstelle des Rennens, war durch die niedrigen Temperaturen hart gefroren, weshalb nun die Startzeit von 10:00 Uhr auf 11:00 Uhr verschoben wurde. Die absolut richtige Entscheidung, wie sich am Renntag zeigen sollte.
 
Am Samstag nach den ersten Besichtigungstouren stellte sich langsam heraus, welch ernste Strecke für diese ÖM ausgesucht wurde. Technisch schwierige Aufstieg und brutale Abfahrten, garniert mit Tragepassagen und Gipfelanstiegen…alpines Schibergsteigen in Reinkultur.
Als dann um 11:00 Uhr der Startschuss fiel, entwickelte sich vorerst alles wie erwartet: die Führung übernahm der regierende Meister Andi Ringhofer (Atomic Suunto), gefolgt von Hans Wieland (Atomic Suunto) und Alexander Lugger. Knapp dahinter die gesamte Garde des deutschen und Österreichischen Schibergsteigens, etwa 150 Männer und Damen. Apropos Damen: auch hier fast erwartungsgemäß die Wunderlady des diesjährigen Winters voran, Lydia Prugger (Atomic Suunto), gefolgt von den beiden deutschen Gardedamen Steffi Koch und Judith Grassl.
 
Der erste Anstieg in Richtung Seekarlspitz stellte sich durch die eisige Spur härter als erwartet heraus. An der Reihung änderte sich zwar kaum etwas, das Gesicht wurden beim einen oder anderen aber schon länger. Dann die erste Abfahrt durch die Seekarlrinne: kaum von der Sonne angefirnt, knüppelhart und steil. Wer die Athleten kennt, kann sich denken, was passierte: Alex Lugger, dem solche Bedingungen extrem liegen, übernahm die Führung. Im zweiten Aufstieg zur Seekarlspitze dann der Wechsel retour: Andi Ringhofer jagte Alex Lugger die Führung wieder ab. Ein Kopf an Kopf Rennen zeichnete sich ab, die beiden peitschten sich aufwärts. Hans Wieland erkannte bald, dass er bei den beiden nicht mehr mitmischen konnte und sicherte sich nach hinten gegen Alex Fasser (Rennteam Alpbachtal) ab. Auf der nächsten Abfahrt der nächste Führungswechsel: Alex Lugger jagte in riesigen Schwüngen wieder an Andi Ringhofer vorbei. Aufstieg: wieder Führungswechsel durch Andi Ringhofer! In der abschließenden Tragepassage klebten die beiden aufeinander, Ringhofer knapp voran, Lugger absolut am Limit hinterher…er wusste: Ringhofer hierabreißen zu lassen, würde ine Vorentscheidung bringen. Dann die letzte Abfahrt, wieder durch die mittlerweile weichere Seekarlrinne: Ringhofer im vollen Risiko voraus, Lugger wie der Teufel hinterher. Wieder gelang das Kunststück, Lugger überholte Ringhofer. Der Schladminger Ringhofer mobilisierte auf der letzten Skatingstrecke alle Kräfte, um seinen Titel zu behalten. Zu guter Letzt fehlten ihm im Ziel dann mit 1:32:48 aber 15 Sekunden auf den völlig ausgepumpten, aber überglücklichen Alex Lugger aus Maria Luggau, der mit 1:32:33 den Österreichischen Meistertitel an sich riss.
Hinter den beiden hatten sich wegen dieses Gemetzels gewaltige Löcher im Feld aufgetan: Hans Wieland lag als dritter bereits 6 Minuten (!) hinten.
Die Reihung der Ergebnisliste zeigt eindrucksvoll, wie sich Schibergsteigen im eigentlichen Sinne von Hobby- und Pistenrennen unterscheidet. Alpinismus ist gefragt, schnelles laufen alleine genügt hier nicht.
 
Bei den Damen ging Lydia Prugger mit 2:06:45 einem ungefährdeten Start-Ziel Sieg entgegen. Sie bewies im direkten Vergleich mit den bekannten deutschen Damen Steffi Koch (2.10:06) und Judith Graßl (2:11:12), dass sie nicht nur mithalten kann, sondern bei den für sie optimalen Bedingungen recht locker eine Spitzenposition einnehmen kann. Super, endlich wieder weiblicher Nachschub, der die Fußstapfen der Grande Dame Simone Hornegger nicht zu groß sind!
 
Resümierend kann gesagt werden, dass diese Veranstaltung ein weiterer, riesiger Schritt in die richtige Richtung war. Sowohl für Sportler als auch für die extrem zahlreichen Zuschauer war es eine Vorstellung der Extraklasse, für die Veranstalter die Reifeprüfung bei alpinen Rennen. Die Entwicklung geht rasend schnell voran, nach vielen Jahren des langsamen dahingleitens hat nun offensichtlich der Funke „Schibergsteigen“ vielerorts ordentlich gezündet!
 
Hier geht's zur Ergebnisliste

Links zum Thema:
ergebnisse/ergebnisse.htm
 
 
many, many pics

Von: Stefan Widauer [zum Profil] 17.02.2008
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Über 300 Fotos vom Rennen! Dank an die Fotografen Gerda Troger, Karl Widauer und Peter Holzer!
Links zum Thema:
rennteam-alpbachtal.at/content/view/201/41/
 
 
Bildergalerie

Von: Anna Spielbüchler [zum Profil] 18.02.2008
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Die Bildergalerie auf www.astc.at ist ab jetzt online!
Links zum Thema:
www.astc.at/bildgalerie/Galerie_RofanXtreme_2008.htm
 
 

 




 
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