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Noch keine definitive Entscheidung im Dopingfall Patrouille des Glaciers

Von: Karl Posch 12.11.2008
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Hier die Übersetzung der gestrigen Presseaussendung der UIAA zum Dopingfall Patrick Blanc in Frankreich:
 
"Die UIAA arbeitet weiter an disziplinären Maßnahmen gegen den französischen Athleten Patrick Blanc, der bei der Patrouille des Glaciers 2008 bei der WM der Langdistanz positiv auf Doping getestet wurde.
 
Die UIAA Disziplinarkommission begann Ihre diesbezügliche Arbeit am 6.10.2008. Den Vorsitz hat der britische Rechtsexperte Ian Alderson inne, weiters besteht sie aus einem Vertreter der ISMF (International Skimountaineering Federation) und einem Arzt. Die Kommission muss sich mit dem Fall auseinandersetzen, nachdem Blanc’s A und B Probe positiv auf nicht körpereigenes EPO getestet wurden.
 
Die Disziplinarkommission entschied, Patrick Blanc sofort von allen UIAA Wettkämpfen auszuschließen, bis die Arbeit der Kommission abgeschlossen ist.
Am 21.10.2008 erhob Blanc Einspruch gegen diese Entscheidung, da die Ergebnisse der Tests nicht verlässlich seien.
Am 5.11.2008 hat die Kommission den Einspruch abgewiesen. Die Begründung dafür ist, dass es dem normalen Ablauf entspricht, eine sofortige Sperre gegen Athleten auszusprechen, die eine positive Probe abgegeben haben. Eine Aufhebung einer solchen Sperre kann nur unter außergewöhnlichen Umständen erfolgen, die in diesem Fall nicht vorliegen.
 
Blanc wird damit gesperrt bleiben bis eine Entscheidung der Disziplinarkommission vorliegt. Die UIAA ist Mitglied der WADA (Word Anti Doping Agency). Nach den Statuten der WADA im Artikel 10.9 und 15.4 kann ein gesperrter Athlet an keinen Wettkämpfen teilnehmen, die von WADA- Mitgliedern organisiert werden. Diese Artikel richten sich an alle WADA Mitglieder.
 
Die UIAA wird über den Ausgang des Disziplinarverfahrens informieren."
 
 
Links zum Thema:
www.theuiaa.org/news_122_Disciplinary-action-pursued-in-Patrouille-des-Glaciers-doping-case
 
 
Dopingfall Blanc

Von: Thomas Wallner [zum Profil] 12.11.2008
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Ich finde hier sollte mit voller Härte durchgegriffen werden!! Eine lebenslange Sperre wäre das Beste, um gleich beim ersten Fall für eine klare Linie zu sorgen. Ich hoffe dass mit Hilfe der BSO in Zukunft auch in Österreich mehr Kontrollen möglich sind, damit jene bekräftigt werden, die den Sport aus Liebe zur Natur und an der Freude am Skitourensport ausüben und sich ihre Leistungen hart erarbeiten müssen.
 
 

Von: Werner Brugger [zum Profil] 14.11.2008
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Ich kann dem Tom nur beipflichten. Lebenslange Sperren beim ersten Vergehen, das wäre wirksam. Und es muss auch ein Ende haben, dass in Österreich ehemals erfolgreiche Sportler nach bewiesenen Dopingvergehen sehr schnell von der Täter- in die Opferrolle schlüpfen können. Natürlich ist bei einigen ein Druck da, der dazu verleitet. Aber des Dopings überführte Sportler sind Dopingsünder/Dopingtäter. Kurios: einer denkt schon wieder an Rennen nach der Sperre, Autogrammstunden gibt er ohnehin schon wieder täglich, der andere wurde mit einem Moderatorenjob versorgt. Nur jene Sünder, denen in ihrer Laufbahn keine großen Siege gelangen, wurden als Sünder abgestempelt und verjagt. Da wurde mit zweierlei Maß gemessen. Sünder bleibt Sünder, ob mit oder ohne große Erfolge. Es ist gut, dass in unserem österreichischen Skitourensport von verschiedenen Meinungsbildern, Sportlern (wie Tom) und vor allem auch den Funktionären zum Doping die Null-Toleranz-Linie vorgelebt wird. Ansonsten könnte man auch gar nicht guten Gewissens es fördern, dass Jugendliche unseren traumhaften Sport wettkampfmäßig ausüben sollen. Und es werden immer mehr, erfreulicherweise.
Links zum Thema:
Dopingfall Patrick Blanc
 
 
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