SUCHE   
Translate this page to english Schibergsteigen Schneeschuhgehen Berglaufen
 

NEWS
 
 Alle 
 Rennberichte 
 Interviews 
 Testberichte 
 Sonstiges 
 ASKIMO 
 User-Blog 

 
Der Tagessieger mit Rekord- Aufstiegszeit: der Südtiroler Friedl Mair
Start beim Laserzlauf 2009: 250 Starter!
Der neue Tiroler Meister Alex Fasser am Weg ins Ziel
Auch die Tiroler Meisterin Vroni Swidrak kurvt elegant nach unten
Mit super Abfahrt die Jugendwertungen gewonnen: Philipp Brugger
Die Damensiegerin: Lydia Prugger aus Ramsau
Siegergespräche bei den Herren: v.l.n.r: Friedl Mair, Alex Fasser, Alex Lugger
Die Essl Damen: Michi (in der Mitte) mit Ihrer Mutter und Schwester
Das Podium der Jungen: 1. Cadet Philipp Brugger, 1. Junior Lukas Höllriegl; 2. Cadet Martin Mattle, 2. Junior Daniel Rohringer; 3. Junior Martin Walder
Die Teamwertung: Hagan-Martini-Rennteam (AUT) vor Hagan-Martini (AUT) vor Bela Ladina 1 (ITA)
Rennbericht Laserzlauf in Lienz vom 6.1.09

Von: Karl Posch 06.01.2009
Kommentar verfassen | Weitersagen
Bewerten:
 
Was für ein Fest für den alpinen Tourenskilauf! Der Klassiker Laserzlauf in Lienz wurde bei seiner 26. Auflage regelrecht gestürmt…250 Starter drängten sich an der Startlinie! Bei besten Bedingungen wurde ein Rennen der alpinen Superlative auf 1.827 hm Aufstieg und 1.450 hm Abfahrt abgehalten, bei dem auch die neuen Tiroler Meister im Skibergsteigen gekürt wurden.
 
Gewohnt cool und locker gingen die Mitglieder der „Alpinen Gesellschaft Alpenraute“ schon vor Wochen an eine schwierige Aufgabe, nämlich das hochalpine Laserztörl nach gewaltigen Schneefällen vor Weihnachten für den Laserzlauf vorzubereiten. Die Chefitäten des Vereins warfen wie gewohnt alles in die Waagschale, was an Personal und Unterstützung bekommen werden konnte, für die Strecke allen voran Josef „Pepi“ Klocker, der Vater des Nationalkaderathleten Wolfi Klocker. Pepi schaufelte (!) zum Teil die Spur bis aufs Törl frei. Viele fleissige Hände machten die Arbeit erträglich, und nach der Setzung des Schnees stand mit dieser Spur einem guten Rennen nichts mehr im Weg.
 
Die gute Schneelage dürfte auch viele Hobbygeher bewegt haben, am Lauf teilzunehmen, denn es standen zwar wie gewohnt eigentlich alle Topathleten aus Österreich und Italien am Start, aber hinten wurde das Startfeld länger und länger. Je mehr die Anmelder in Ihrem Karbäuschen ins schwitzen kamen als die Startnummern ausgingen, umso mehr freuten sich die Organisatoren über den gewaltigen Ansturm. Bei klirrenden Kälte (no na, das sind wir eh schon so gewohnt) rasten die Athleten nach dem Startschuss der Lavanter Alm entgegen. Gleichzeitig mit der allgemeinen Klasse wurden auch die Jugendlichen gestartet, allerdings 600 Höhenmeter höher, am „Latschenbichl“.Die ersten 100, 200 Höhenmeter ging es für die allgemeine Klasse über eine mit Pistengerät präparierte Strecke aufwärts, das Feld konnte sich damit ein bisschen aufsplitten. Relativ rasch zeichnete sich ein rasanter Kampf um die Führungspositionen ab.
 
Bei den Damen war eine kurzzeitige Führung der Radfelderin Vroni Swidrak (Team Sport Schwaighofer)  zwar bald von der Abtenauerin Michi Essl (Hagan Martini Rennteam)und der Ramsauerin Lydia Prugger (Suunto Rennteam) bald abgefangen. Die beiden Damen ritterten sich aber weiter ziemlich heftig. Prugger wusste, dass sie sich gegen die extrem starke Essl rasch absetzen musste, denn im Aufstieg wäre die Abtenauerin sonst nicht zu schlagen. Im Getümmel der ersten Kilometer gelang Prugger dieses Kunststück tatsächlich. Begünstigt durch Fellprobleme bei Essl konnte Prugger in 1:50 Stunden das Laserztörl erreichen. In der Abfahrt stark, konnte Sie Ihre Führung gegenüber Essl zwischen Karlsbader Hütte, Dolomitenhütte und dem Ziel am Kreithof auf rund 5 Minuten ausbauen. Vroni Swidrak kam schließlich als frischgebackene Tiroler Miesterin im Skibergsteigen als gesamt Dritte ins Ziel.
Die Zeiten der ersten Damen: 1. Lydia Prugger (2:13:22), 2. Michi Essl (2:18:41), 3. Vroni Swidrak (2:22:04).
 
Bei den Herren ging es nicht minder dramatisch, aber dichter ab. Vom Start weg absetzen konnte sich der Südtiroler Friedl Mair (Mountain Ski Team). Ein Musterbeispiel von Understatement: Spätnennung, von hinten heraus starten und dann führen…. Hinter ihm reihte sich in kurzem Abstand der Lermooser Alex Fasser (Rennteam Alpbachteam) zusammen mit dem Slowenen ein, wieder etwas dahinter die Gruppe der Lokalmatadore: Vorjahressieger Alex Lugger aus Maria Luggau, Wolfgang Klocker aus Amlach (Hagan Martini Rennteam) mit den Verfolgern Markus Stock aus Bischofshofen (Hagan-Martini) und dem Italiener Manfred Dorfmann (Bela Ladinia). In wilder Jagd über die Lavanter Alm lösten sich die Pulks nach und nach auf, und nachdem Friedl Mair mit 1:26 Stunden den Rekord aufs Laserztörl um fast 10 Minuten (!) unterboten hatte, lautete der Durchlauf am höchsten Punkt: 1. Mair, 2. Fasser, 3. Lugger, 4. Stock, 5. Klocker. Auf der Abfahrt im relativ gut zu fahrenden Tiefschnee und am rasanten unteren Teil änderte sich bei der Spitzengruppe kaum mehr etwas. Der Südtiroler Friedl Mair gewann schließlich deutlich vor dem neuen (und alten) Tiroler Meister Alexander Fasser und bisherigem Seriensieger Alexander Lugger.
Die Zeiten der ersten Herren: 1. Friedl Mair (1:45:24), 2. Alex Fasser (1:47:21), 3. Alex Lugger (1:49:27).
 
Am schnellsten im Ziel waren allerdings die Jugendklassen: durch den etwas höher angesiedelten Start  (Höhendifferenz im Aufstieg 1.180 hm) konnten die jungen Athleten tatsächlich vor den Erwachsenen finishen. Im Aufstieg konnte sich der schnellste Tiroler Jugendliche Philipp Brugger aus Sistrans (Alpenverein Zweig Innsbruck) vor Daniel Rohringer aus Gosau (HOT! Koller Gosau) und vor Lukas Höllrigl aus Arl im Pitztal absetzen. Auch übers Törl ging’s in dieser Reihenfolge. In der ABfahrt stürzte Rohringer und fiel hinter Höllriegl zurück...bitter, ging es doch um den Klassensieg. Am schnellsten aller Jugendlichen im Ziel war schließlich der erst 18-jährige Sistranser Philipp Brugger in der Klasse Cadet, der sich mit einer furiosen Abfahrt einen 4-minütigen Vorsprung gegenüber den (älteren!) Junioren herausarbeiten konnte.
Die Zeiten der ersten Cadetten: 1. Philipp Brugger (1:26:50), 2. Martin Mattle (1:52:44)
Die Zeiten der ersten Junioren: 1. Lukas Höllrigl (1:30:02), 2. Daniel Rohringer (1:30:16), 3. Martin Walder (1:36:41).
 
Das Resümee des Rennens: wieder mal perfekte Orga (sind wir eh schon gewohnt), unglaubliche Begeisterung für alpine Wettkämpfe und eine gestopft volle Gaststube am Kreithof. Wieder einmal war das Rennen der alpinen Gesellschaft Alpenraute ein voller Erfolg…diesmal ohne Probleme, wenn man von den minus 25° Celsius am Lasertörl absieht. Die Organisatoren wurden im 26. Jahr der Durchführung mit Schneemassen, perfekten Bedingungen, einer Rekordteilnehmerzahl und einer erfolgreichen Tiroler Meisterschaft belohnt. Und die Teilnehmer mit einem unfallfreien perfekten Laserzlauf! Danke an alle Helfer und die Alpenraute, der ASTC kommt nächstes Jahr wieder nach Lienz!
 
Hier gehts zur Ergebnisliste
 
Eine Bildergalerie folgt morgen.
 
 

Von: Ing. Michael Kräftner [zum Profil] 07.01.2009
Kommentar verfassen | Weitersagen
Bewerten:
 
Gratulation an die Veranstalter- super Rennen! Hat uns als STRABAG Alpin Team ungemein getaugt! Genau das sind die Rennen, die unser Sport auch braucht... Eine kleine Anregung für die Zukunft: Die Möglichkeit der Startnummernabholung schon am Vortag für diejenigen, die früher anreisen bzw. schon dort sind. Bei der Menge an Startern wars glaube ich für viele Athleten UND die Organisation ziemlich stressig in der Früh. Ansonsten gibts nichts zu meckern...:-) lG michl kraeftner
 
 
TM im Rahmen des Laserz ein voller Erfolg!

Von: Werner Brugger [zum Profil] 08.01.2009
Kommentar verfassen | Weitersagen
Bewerten:
 
Dem ausführlichen und treffenden Bericht von Karl Posch vom Laserz gibt es kaum etwas hinzu zufügen. Aber da es sich um die Tiroler Landesmeisterschaft gehandelt hat, sei eine kurze Nachbetrachtung aus dem Tiroler Blickwinkel erlaubt.
 
Volltreffer: es war ein Volltreffer, im Rahmen des hochalpinen Laserzlaufes die TM erstmalig in Osttirol durchzuführen. Zu dem Rekordstarterfeld haben einerseits zweifellos die traumhaften Bedingungen beigetragen, aber es waren auch noch nie so viele Nordtiroler im Laserz dabei. Eine Landesmeisterschaft zieht eben. Nochmals ein Dank seitens des ASKIMO Tirol an alle Helfer der Alpinen Alpenraute, allen voran an Obmann Markus Huber als „Fädenzieher“ und Pepi Klocker als nimmermüden Streckenchef, der zwei Wochen durchgehend mit der Streckenanlage beschäftigt war!
 
250 Starter/Innen: nachdem der Laserz „immer besser zieht“ darf durchaus darüber nachgedacht werden, wie bei anderen großen Rennen auch einen Nennschluss mit 12 Uhr am Tag vor dem Rennen festzulegen. Michael Kräftner hat es in seinem Kommentar zum Bericht von Karl Posch schon treffend formuliert: eventuelle Startnummernausgabe schon am Vortag, da viele einen Tag davor anreisen. Wartezeiten und vor allem unnötiger Stress für alle kann damit verhindert werden. Die Nerven der Zeitnehmer beim Laserz müssen aus Stahlseile sein, da hätten viele andere das Handtuch geworfen (mit Nachnennungen bis kurz vor 8 Uhr!).
 
Immer mehr Nachwuchs will dabei sein: höchst erfreulich, aber leider hatten einige in der Hobbyklasse genannt und erfuhren so nicht, dass der Abmarsch der Jugendlichen bereits um 7.20 Uhr zum höher liegenden Jugend-/Juniorenstart erfolgte. Dadurch fielen ein Bayer, ein Südtiroler und drei junge Osttiroler um ihren Start um. Darunter z. B. der Südtiroler Stefan Weisssteiner (mit 2.40 als Fünfter in der Juniorenklasse gewertet), der auf der langen Route unterwegs war und sicher vorne mitgemischt hätte (man nimmt als Zeitvorteil bis zum Jugendstart 40 bis 45 Minuten an). Zusammen mit der Alpenraute werden wir nächstes Jahr darauf achten, dass alle Jugend- und Juniorenjahrgänge in der Rennklasse registriert werden. In der Ausschreibung wird noch deutlicher darauf hingewiesen werden.
 
Zum sportlichen: das Niveau unglaublich, die Südtiroler Friedl Mair und Stimmungskanone Manfred Dorfmann nahmen mit dem Nordtiroler Alex Fasser und dem Osttiroler Wolfgang Klocker unseren Kärntner Nationaltrainer Alex Lugger ordentlich in die Zange. Aus Tiroler Sicht höchst erfreulich, dass Alexander Fasser erstmalig bei einem „großen“ Rennen sich als bester Österreicher behaupten konnte und dass Wolfgang Klocker als Gesamtvierter ebenfalls eine ganz starke Vorstellung ablieferte. Auch hinten kommt etwas nach: Martin Bader (23) war lange im Spitzenfeld gelegen, ein Fellproblem kostete die Topplatzierung. Und Jörg Randl (27) erbrachte in einem wichtigen Rennen endlich einmal seine Leistung, die schon lange erwartet wurde. So blieb es bei den ersten Tirolern wie in den vergangenen Jahren: Fasser, Klocker und Schorsch Simair. Dass dazu viele Damen den Laserz bewältigten (davon fünf in der Rennklasse) rundet das erfreuliche Bild ab, drei Damen in der TM-Wertung (Vroni Swidrak, Monika Hager, Regina Sterr) hatten wir bisher noch nicht.
 
Abfahrtszeiten: wie eingangs erwähnt, dem Bericht von Karl Posch gibt es kaum etwas hinzufügen, aber eine Kleinigkeit doch noch: rund 25 Teilnehmer schafften es, die Strecke vom Törl bis zum Kreithof unter 20 Minuten zu bewältigen. Genau 10 % des Feldes. Tagesbestzeit: Wolfgang Klocker (15.16 Minuten!), der so für die oftmalige Unterstützung für seinen Vater Pepi an der Strecke mit der Kenntnis eines jeden Hügels, jeden Loches, jeder Welle belohnt wurde. Dahinter wenig überraschend Alex Lugger (16.05.) sowie Manfred Dorfmann (16.23). Und zwei aus dem Jugend- und Juniorenbereich gehörten zu diesen 25: Philipp Brugger (19.33) und Lukas Höllrigl (19.42).
 
Aufwertung in Medien und Touristik: da erfuhren wir mit diesem großartigen Rennen eine neue Dimension. In der Tiroler Tageszeitung war bereits gestern das Startfoto abgebildet, heute kam ein Nachtrag mit den Detailergebnissen und einem neuerlichen Foto mit dem Tiroler Meister Alex Fasser von der Abfahrt. Dazu der Laserz im Hintergrund, fast schon kitschig schön, aber Realität in einem der schönsten Teile Tirols. Dazu war der Vorstandsvorsitzende der Osttirolwerbung, Werner Frömel nicht nur interessierter Zaungast vor Ort, sondern ehrte die Erstplatzierten und wollte mehr über die Wettkampfszene im Skibergsteigen wissen… 
 
Wie in dem Kurzbericht von Stefan Widauer bereits angekündigt, geht’s mit dem traditionellen Rofanaufstieg in Maurach/Achensee, dem Ort der ÖM 2008, am Freitag gleich weiter. Nennschluss Donnerstag 24 Uhr!
 
 
Hilfe!

Von: Ing. Michael Kr?ner [zum Profil] 12.01.2009
Kommentar verfassen | Weitersagen
Bewerten:
 
Wo sind die Fotos!? :-) lG michl
 
 

 




 
Teaser

 
     

Kontakt / Impressum / Hilfe / Austria Skitour Cup 2007 / info@astc.at / Webdesign by Team for Multimedia/ Media Concept

TEASER