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Die österreichischen Meister Vertical 2009: hinten stehend v.l.n.r: Anna Gollreider, Lydia Prugger, Alex Fasser, Alexander Hurth; vorne v.l.n.r.: Martin Mattle, Daniel Rohringer
Die Kärntner Meister Vertical 2009 v.l.n.r.: Paul Warum, Marita Staufer, Heinz Verbnjak, Anna Gollreider
Schon um kurz nach 6:00 Uhr morgens großer Ansturm bei der Registrierung
Start!
Alexander Fasser
Lydia Prugger
Manche hatten im Ziel noch Kraft zum blödeln...
Der Lungau- Fanclub von Hans Wieland
Podium Damen v.l.n.r.: 2. Marita Staufer, 1. Lydia Prugger, 3. Martina Pertl
Podium Herren v.l.n.r.: 2. Hans Wieland, 1. Alexander Fasser, 3. Heinz Verbnjak
Rennbericht Champ Or Cramp in Spittal a.d.Drau vom 24.1.2009

Von: Karl Posch 24.01.2009
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Erstmals wurde heuer eine Österreichische Meisterschaft im Vertical Race ausgeschrieben. Die Ehre der Austragung kam dem Team des Champ Or Cramp zu, das heute in Spittal an der Drau abgehalten wurde.
 
Das Champ Or Cramp, das vom Team der SGS (Sportgemeinschaft Spittal) seit Jahren am Goldeck abgehalten wird, hatte sich in den vergangenen Jahren bestens als Fixpunkt im Österreichischen Rennkalender des ASTC bewährt. Nun, nach einigen Überlegungen, wurde die Abfahrt weggelassen und die längste schwarze Abfahrt der Alpen als reines Aufstiegsrennen ausgeschrieben. Optimal geeignet, denn die Steilheit und Länge der Piste sind tatsächlich einzigartig. Aus diesem Grund wurde vom Verband ASKIMO auch auf dieser Strecke die ÖM ausgeschrieben.
 
160 Nennung lagen am Rennmorgen vor. Eine positive Überraschung, denn die 1.490 hm messende Strecke hat durchaus Ihre Härte und ist in Steilheit und Länge nicht zu unterschätzen. Der Anzahl der Athleten, die am Morgen die Akkreditierung in der Sporthalle der SGS stürmten , war dem entsprechend hoch. Perfekt organisiert ging’s mit dem Shuttlebus zum Startgelände am Fuß der Nordabfahrt. Für die Jugendlichen allerdings gings gleich am Morgen aufs Goldeck: sie kamen von oben in Ihren Startbereich, der wesentlich weiter oben lag und die Strecke auf 570 Höhenmeter reduzierte – jugendgerecht! Heute wie bestellt am Goldeck das ideale Wetter für das Rennen: fast windstill, Sonne! Nach dem Fönsturm von gestern ein richtiger Kontrast.
An der Startlinie trafen sich schließlich ziemlich viele Kapazunder der Österreichischen Rennszene. Etwas ausgedünnt durch die Grippewelle und den Jugendweltcup in Frankreich, aber dennoch ausgesprochen hochrangig. Der Start erfolgte schließlich pünktlich um 10:00 Uhr. Von Beginn an setzte sich eine größere Gruppe von etwa 15 Athleten etwas ab, die sich nach vorne im Laufe des Rennens immer mehr auseinanderzog.
 
Die Führung übernahm zu Beginn der Goldeck- Seriensieger Heinz Verbnjak (Suunto Team) die Führung, dicht gefolgt von dem durch den Saalbach-Sieg beflügelten Hans Wieland (Suunto Team), dem Tiroler Meister im Skibergsteigen Alexander Fasser (Rennteam Alpbachtal), dem Slowenen Nehar Kujc, Hans Lainer (Hagan-Martini-Rennteam), Klaus Gösweiner (Dynafit International) und einigen mehr. Verbnjak, Wieland und Fasser ritterten sich auf den ersten paar 100 Höhenmetern um die Plätze. Fasser konnte relativ rasch an Verbnjak vorbeiquetschen, Wieland folgte bald nach. Während sich Verbnjak nach hinten absicherte, startete Wieland einen Angriff auf seinen Nationalkaderkollegen Fasser. Doch gerade als es ernst wurde, ging Wieland der Ski auf! Das Brettl rutschte sofort bergab, wurde gottseidank von einem nachfolgenden Athleten aufgefangen, und Wieland sprang sofort wieder in die Bindung. Die wertvollen verlorenen Sekunden brachten eine Vorentscheidung…auch wenn Hans Wieland hinterher einräumte: „…den Alex hätt ich heute so auch nicht derbogen, da bin ich mir ziemlich sicher…“.
 
Die Sieger der Herren lauteten schließlich: 1. Alex Fasser (1:00:33:9), 2. Hans Wieland (1:01:41:1), 3. Heinz Verbnjak (1:02:27:3), 4. Nejc Kuhar, 5. Hans Lainer.
Bei den Damen war die Entscheidung bei weitem deutlicher aus: die regierende Österreichische Meisterin Lydia Prugger (Suunto Team) konnte, trotzdem Ihr die Strecke wegen der Steilheit nicht lag und sie im letzten Steilhang sogar die Ski auszog und zu Fuß aufwärts ging, einen Start/Zielsieg feiern. Mit 1:14:44:1 konnte sie einen deutlichen Sieg gegenüber der Kärtnerin Marita Staufer mit 1:24:46:0 und Martina Pertl mit 1:25:39:7 feiern. Besonders traurig: Pertl vergab leider Ihren 2. Platz durch aufgebrummte 3 Strafminuten wegen fehlenden Materials.
 
Nach dem Zieleinlauf am Goldeck ging es dieses Jahr gemütlich mit der Seilbahn ins Tal. In der Tennishalle gabs schließlich noch für alle Teilnehmer gutes HappiPappi mit Live- Videowall- Übertragung von der Abfahrt in Kitzbühel. Die stimmige Siegerehrung rahmte das Event schließlich ein und bracht einen guten und zufriedenen Ausklang.
 
Die Kärtner Meister im Vertical Race lauten in allen gekürten Klassen:
Klasse Senior:
Damen: Marita Staufer
Herren: Heinz Verbnjak
Klasser Masters (45 und älter):
Damen: Anna Gollreider
Herren: Paul Warum
 
Die Österreichischen Meister im Vertical Race lauten in allen gekürten Klassen:
Klasse Cadet:
Herren: Martin Mattle (Tirol)
Klasse Junior:
Herren: Daniel Rohringer (OÖ)
Klasse Senior:
Damen: Lydia Prugger (STMK)
Herren: Alexander Fasser (TIROL)
Klasser Masters (45 und älter):
Damen: Anna Gollreider (KTN)
Herren: Reinhard Hurth (Tirol)
 
Das Resümee des Rennens: Die Spittaler haben mit Ihrer professionellen Arbeitsweise aus dieser Vertical ÖM ein super Event gemacht. Die Herausnahme der Abfahrt aus dem Champ Or Cramp hat aus der Veranstaltung eine solide und sicher Angelegenheit gemacht, die zusätzlich auch noch mehr Starter brachte. Alles in allem eine absolut tolle Veranstaltung, die aus richtigen Entscheidungen der richtigen Leute entstanden ist! Bravo!
 
Hier gehts zur Ergebnisliste
 
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PS.: Champ Or Cramp war heute bereits im ORF Bundesland heute Kärnten und soll in den nächsten tagen sowohl in Tirol als auch in OÖ folgen. Ebenso in Sport Bild!

 
 

Von: Guenter Sabransky [zum Profil] 26.01.2009
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Für eine Österr.Meisterschaft eine schwache nicht würdige Siegerehrung!!!! Ich bin 35 Jahre im Leistungssport, hab einige Meistertitel errungen, aber solch Würdigung hab ich noch nicht erlebt. Zumindest die ersten Drei jeder Klasse werden bei allen Meisterschaften geehrt mit Gold Silber Bronze. Und es gibt eine gesonderte Auswertung der Meisterschaften wenn sie irgendwo angehängt werden. Für eine junge Sportart nicht gerade aufmunternd, hat man doch Sportarten, wo man sich solch Ehrungen abschauen könnte! Weiters die Staffelung der Altersklassen ist mehr als Reform bedürftig ! Ich find es sind die Jahressprüngr mehr als ungerecht. Siehe Leichtathletik bei Meisterschaften in fünf Jahres Einteilungen ! einen 44jährigen in der gleichen Klasse mit einem 25jährigen ???? Wenn schon eine ÖSTERR.MEISTERSCHAFT dann würdig !!!! So erweist man dieser jungen Sportart keine Anerkennung sondern bremst sie eher. Meine Meinung und die vieler Anderer! mit sportlichem Gruß Günter
 
 

Von: Guenter Sabransky [zum Profil] 26.01.2009
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Kritik an der Auswertung hat sich erledigt, wurde wie gesehen bereits ausgefuehrt! Leider nicht am Renntag!
 
 
ÖM und Altersklassen

Von: Karl Posch [zum Profil] 28.01.2009
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Hallo Günter!
 
Danke für Deine Kritik! Ich darf Dir hier einige Dinge von Verbandsseite mitteilen:
 
Österreichische Meisterschaft:
Wir ehren in der Sportart Wettkampf- Skibergsteigen jeweils nur die ersten aller Altersklassen als Österreichische Meister. Der Hintergrund: die Siegerehrung wird damit wesentlich kompakter und interessanter. Selbstverständlich gibt’s aber eine reguläre Ergebnisliste auch der Österreichischen Meister, sodass sich der 2. Einer ÖM natürlich auch als Vizemeister bezeichnen darf. Der Aushang unmittelbar nach dem Rennen beim Champ Or Cramp war übrigens die vorläufige Ergebnisliste (zur Feststellung etwaiger Einsprüche, kennst als Leistungssportler eh), auf ihr war auch klar die Dauer der Einspruchsfrist und die Unterschriften der Kampfrichter vermerkt. Die offizielle Liste wurde in der Nacht veröffentlicht.
 
Altersklassen:
Im Wettkampf- Skibergsteigen gibt es international nicht einmal die „Masters“, sondern nur Jungenklassen und eine allgemeine Klasse, ähnlich dem alpinen Skilauf. Wir haben uns in Österreich entschlossen, im AUSTRIA SKITOUR CUP eine zusätzliche Masters- Klasse einzuführen, um den Leistungsunterschied etwas abzufedern. In Österreich gibt es nun also 4 Altersklassen.
Altersklassen wie in der Leichtathletik oder im Berglauf sind zwar gut für das Ego der Teilnehmer („jeder ein Sieger“) bringen aber eine massive Beeinträchtigung der Attraktivität von Siegerehrungen. Zudem wird auch die Wertigkeit eines Stockerlplatzes deutlich abgewertet, wenn es viele Klassen gibt. Unsere Regelung ist das Ergebnis von fast 10 Jahren Tüfteleien und praktischer Erfahrung, und wir sind sicher, damit einen guten Mittelweg gefunden zu haben.
 
Generell sei mir noch die persönliche Bemerkung erlaubt, dass die Ehrung, die von den Veranstaltern in Spittal abgehalten wurde, ausgesprochen würdig und gut aufbereitet war. Abgesehen von vielen, vielen Geld-, Sach- und Ehrenpreisen war auch das rundherum toll aufbereitet. Ich komme im Laufe ines Jahres zu vielen Siegerehrungen in verschiedensten Sportarten….und ich trau mir sagen: die war super!
 
In diesem Sinne hoffe ich, Dich demnächst wieder bei unseren Rennen begrüßen zu dürfen…und vielleicht die o.a. Themen bei einem Kaffee nochmal besprechen zu können!

 
 
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