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Die Österreichischen Meister Team 2009 v.l.n.r.: Lydia Prugger, Michaela Essl, Martin Mattle, Bruno Wilberger, Manfred Holzer, Stefan Widauer
Damenpodium v.l.n.r.: Stefii Koch-Klinger, Barbara Gruber, Maria Strasser, Veronika Swidrak, Lydia Prugger, Michaela Essl
Herrenpodium v.l.n.r.: Andi Strobel, Martin Echtler, Franz Grassl, Toni Steurer, Rene Fischer, Konrad Lex
Stefan Widauer und Manfred Holzer im Einsatz
Auf der "Dufter-Skatingstrecke": unsere Damen Lydia und Michi
Die Verfolger: Barbara und Steffi
Daher kommt der Name Dammkarwurm: ein Wurm von Bergsteigern windet sich das Dammkar hinauf
Heute unschlagbar: Toni Steurer mit Teampartner Franz Grassl
Auch am Start: Benni Böhm von Dynafit
Rennbericht Dammkarwurm in Mittenwald (GER) vom 1.3.2009

Von: Karl Posch 01.03.2009
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Das Rennen ins Dammkar bei Mittenwald fand heuer bereits zum 7. Mal in Folge statt. Zusätzlich zur Austragung als Deutsche Meisterschaft im Teambewerb – als DM in diversen Bewerben hat das Rennen schon Tradition – fand heuer im Rahmen der Veranstaltung auch die Österreichische Meisterschaft im Teambewerb statt. Zum Teambewerb gab es auch eine offene Klasse für Einzelstarter auf der Kurzdistanz, die ebenfalls gut angenommen wurde.
 
Rechtzeitig zum Event kam der Schnee, der fast die ganze Saison lang gefehlt hatte. Gleich aber so viel, dass Veranstalter Marinus Zwerger und seine Helfer fast in Bedrängnis kamen. Lawinenwarnstufe 4 und Abgänge auch im Dammkar forderten die Karwendel-Burschen ordentlich. Mit Hilfe des Personals der Karwendelbahn und der örtlichen Lawinenkommission wurde die Strecke aber schließlich durch Sprengungen und einer Verkürzung so angepasst, dass sie als absolut bombensicher einzustufen war. Die Sperre der Verbindung nach Österreich via Scharnitz brachte zwar noch einige Sorgen, was die Anreise der Athleten betraf, sonst sollte aber alles gut geregelt sein.
 
Direkt vom Start ging es schließlich mit den Skiern in der Hand für alle Teilnehmer etwa 500 m aufwärts auf eisiger Straße bis zum Beginn des Anstiegs auf Schnee. Nach dem Anlegen der Ski führte die Strecke etwa 3 km flach ein Stück um den Karwendelstock herum, bevor es zum Aufstieg ins Dammkar ging. Nur bis zur Mitte, der obere Teil war nicht freigegeben worden. Die Tour war dennoch alles andere als leicht: eine selektive Abfahrt im Kar, eine flache Tragepassage im dichten Wald  und als Draufgabe eine bittere Aufwärts-Skating-Sektion (Erfindung von Martin Dufter „…ums a bisserl anspruchsvoller zu machen…“) waren zu bewältigen. Für die Athleten auf der kurzen Strecke 1 mal (900 hm gesamt) und für die auf der langen Strecke 2 mal (1.300 hm).
 
Bei den Herren zischte gleich das deutsche Team Toni Steurer/Franz Grassl davon. Toni mit seiner derzeitigen Welt-Kondition legte für Franz gleich mal was vor. Beide reagierten aber rasch und Toni nahm Franz mit dem Seil gleich von Beginn an ins Schlepptau, um seinen Partner zu schonen. Die Technik fruchtete, denn wer derzeit mit Toni gehen muss ist eh zu bemitleiden, nur ein Urviech wie Franz Grassl hält das überhaupt aus…mit der Schlepptau-Technik reichte es locker, sehr locker zu Platz 1 mit 1:32:15. Um Platz 2 ging’s da schon spannender zur Sache. Hier ritterten sich die Teams Rene Fischer (AUT)/Konrad Lex (GER) und das (nicht italienische, sondern…) Südtiroler Team Manfred Dorfmann/Martin Grüner. Ständig mit wechselnden Führungen, dauernd gleichauf entschied sich der Zweikampf erst auf der letzten Abfahrt: Grüner stürzte, brach beide Ski ab und musste aufgeben. Fischer/Lex belegten schließlich Platz 2, das „Rennteam Alpbachtal“ mit Stefan Widauer/Manfred Holzer Platz 3.
 
Bei den Damen waren zwei favorisierte Teams am Start, es zeichnete sich ein Gigantenduell auf Staatsebene ab: die Mitglieder des Österreichischen Nationalteams Lydia Prugger (Atomic-Suunto Team)/Michaela Essl (Hagan Martin Rennteam) und die Mitglieder des Deutschen Nationalteams Barbara Gruber/Steffi Koch-Klinger traten gegeneinander an. Prugger/Essl konnten sich zwar schon in der ersten Runde in Front setzen, das Deutsche Team ließ sich aber vorerst nicht abschütteln. Babs Gruber  nahm schließlich auch Steffi Koch ans Seil, um den Anstand zu den Österreicherinnen nicht größer werden zu lassen. Die hatten das Rennen aber taktisch „langsam“ (was auch immer das heißen soll bei dem Höllentempo) begonnen und konnte zum Schluss sogar noch Gas geben. Ein Sieg war nicht mehr zu verhindern, mit 1:50:42 liefen die beiden über die Ziellinie. Zweite wurde das Team Gruber/Koch-Klinger, als Dritte wurden Veronika Swidrak (Pele Pro Team)/Maria Strasser (Sport Schwaighofer) gewertet.
 
Die Jugendklassen gewannen mit recht deutlichem Vorsprung die Deutschen Philipp Reiter/Toni Palzer. Die Deutsche Jugendarbeit scheint sich nun echt auszuzahlen….die Dichte und Starterzahl kann sich sehen lassen. Sehr viel könne wir Österreicher da derzeit nicht entgegensetzen, wenn auch das einzige Österreichische Team Martin Mattle/Bruno Wilberger wacker kämpfte.
 
Die Österreichischen Meistertitel im Teambewerb wurden schließlich also wie folgt vergeben:
Cadet: Martin Mattle/Bruno Wilberger
Damen: Lydia Prugger/Michaela Essl
Herren: Stefan Widauer/Manfred Holzer
 
Das Resümee: ein gut organisiertes Rennen in super Landschaft, auch die verkürzte Strecke durchaus lohnend. Die Kooperation zwischen ASKIMO auf Österreichischer und DAV auf Deutscher Seite ist wunderbar und fruchtbringend…es wurde schon beschlossen, sie für die kommende Saison zu intensivieren.
 
Hier gehts zur Ergebnisliste

 
 
Toller Bericht!

Von: Stefan Widauer [zum Profil] 02.03.2009
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Nur eine kleine Korrektur, der Fairness halber: das Drittplatzierte Team heisst Martin Echtler/Andi Strobel. Holzer/Widauer wurden leider nur 4. (nehm die "Schuld" auf mich - Manfred war staerker)
Links zum Thema:
rennteam-alpbachtal.at
 
 

 




 
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