Ein Erlebnis, besonders in landschaftlicher Hinsicht, war für alle Österreicher/Innen der Drei-Zinnen-Skitourenmarathon in Sexten. Eine sehr schöne Aufstiegsroute, direkt an den Drei Zinnen vorbei, kurze Abfahrt, wieder ein anspruchsvoller Anstieg, vorbei an den Bödenseen, der Kapelle, eine herrliche, anspruchsvolle Abfahrt, sehr gut markiert. Und eine Menge Österreicher waren dabei: die Bergretter des BRD Lesachtal (mit Bergführer Heli Ortner als Chauffeur und offensichtlichem Teamleader), eine große Abordnung aus Niederösterreich mit dem Strabag Alpin Team (mit den bekannten Hausmann's, Tom Morgenbesser, Michael Kräftner), aus Salzburg Siegi Scherer und Rene Fischer, einige Osttiroler und als Vertreter Nordtirols Philipp und Werner Brugger. Und dazu viele Freunde aus dem benachbarten Bayern (die Grassls, Christine Schleich, Stefi Koch-Klinger).
Im Grunde ein Tag, wo man sagen muss, Tourenherz was willst du mehr. Aber ganz so toll war es nach dem Rennen nicht, da es erst seit Dienstag Nachmittag eine Ergebnisliste gibt, die nun ganz anders aussieht, als einige am vergangenen Samstag geehrt wurden. Das Tohuwabahu war perfekt, da der Veranstalter eine eigene FISI-Reihung, in der nicht einmal internationale Lizenzinhaber starten durften, erstellte. Und dazu ein Amateurrennen führte, wo am Samstag einige als Sieger geehrt wurden (Joschi Entner, Evelye Lachner), die nun als vierte (Evelyne) oder sechste (Joschi Eckner) geführt werden. So fiel Franz Hausmann um die Ehrung seines zweiten Platzes in der Kategorie Masters um, Siegi Scherer, Sieger dieser Klasse, durfte am Samstag noch Joschi Eckner zum Sieg gratulieren.... obwohl er nun - richtigerweise - als Sieger der Mastersklasse geführt wird. Nun, ab hier nicht mehr weiter, denn dann kennt sich keiner mehr aus, so wie die Veranstalter selbst. Eine korrigierte Ergebnisliste steht nun auf der Homepage der Bergrettung Sexten online (www.bergrettung-sexten.com). Aber die Zeiten stimmen, nicht irritieren lassen, einige von uns scheinen in der FISI-Liste auch auf....
Zum Rennen: Rene Fischer führte im ersten Anstieg, in Unkenntnis der ersten Abfahrt wurde er gleich von mehreren überholt. Am Ende nach einer starken Leistung bester Österreicher mit 1.42.31 als Gesamtsechster, knapp hinter Franz Grassl. Die ersten Sechs waren nur durch eineinhalb Minuten getrennt! Sieger, und alle haben sich mit ihm gefreut, der Pustertaler Manfred Dorfmann (39), der somit auf seiner Heimstrecke seinen wohl schönsten Sieg erringen konnte (1.40.57). Bei den Damen glänzte Stefi Koch-Klinger nicht nur mit Platz 1, sondern mit einem neuen Streckenrekord (2.01.05). Zweitbester Österreicher der Favorit auf den NÖ-Titel diese Woche, Tom Morgenbesser (1.52.01), Drittbester vom ASKIMO-Jugendnationalteam der 17-jährige Philipp Brugger (1.55.42,2), der damit die Jugendklasse gewann. Stark die Leistung von Evelyne Lachner (40), die nun zwar doch nicht als Siegerin einer Damen-Masterklasse geführt wird, aber mit 2.24.23,5 beeindruckte. Ein Teil der Niederösterreicher blieb gleich noch bis Sonntag, um die herrlichen Berge rund um Sexten weiter zu erkunden. Danke an Evi vom Strabag-Alpin-Team, die einige Fotos zur Verfügung stellte.
Für uns war der kurze Abstecher zu einem bis dato unbekannten Rennen in Südtirol allemal die weite Anreise wert! Eine wirklich fantastische Landschaft, traumhaftes Wetter, eine wunderbare Strecke, masssenhaft Schnee und ein sehr gutes mannschaftliches Ergebnis rundeten dieses Wochenende für uns ab. Das Tohuwabohu bei der Siegerehrung trübte nur kurz unsere gute Laune- immerhin hatten wir mit Tom Morgenbesser einen 4. Gesamtrang in der Amateurklasse zu verzeichnen. Und als Draufgabe den Gewinn der Mannschaftwertung! Und wenn die Organisation die Erstellung einer fehlerfreien Ergebnisliste gleich nach dem Rennen schafft, kann man diesen Bewerb uneingeschränkt auch für das nächste Jahr weiterempfehlen! lG Kraeftner Michl STRABAG Alpin Team