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Gruppenbild mit allen Teilnehmern am Jenner
Die Österreicher v.l.n.r.: Fabian Stockmeyer, Ina Forchthammer, Florian Guggenberger, Dominik Stachl, Roland Heel, Florian Klingler, Matthias Lechner
Nervosität vorm Start
Im Rennen: rechts Dominik Stachl
Wechselzone: Roland Heel
Damensieger, in der Mitte Ina Forchthammer
PIEPS Lawinenseminar
Theoretieteil: Lauftraining und Muskelstärkung
Benni Böhm und Wolfgang Palzer
Video Damit man sieht, dass die jungen im Affentempo unterwegs sind...
Internationales Jugendcamp in Berchtesgaden (GER) von 15. – 17.1.2010

Von: Karl Posch 17.01.2010
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Das 2006 als Idee der Skibergsteiger-Verbände DAV (Deutschland), SSA (Slowakei) und ASKIMO (Österreich) gegründete jährliche Internationale Skibergsteiger- Jugendcamp gastierte heuer von 15. – 17.1.2010 in Berchtesgaden. Die Mischung aus deutscher Gründlichkeit und bayrischer Gelassenheit resultierte in einer äußerst gelungenen Veranstaltung, gestopft voll mit bester Information.
 
Das Camp für 14 – 19-jährige Sportlerinnen und Sportler ist darauf ausgerichtet, bereits erfahrene junge Tourengeher in die Rennen im Skibergsteigen einzuführen und Wissen zu vermitteln. Heuer waren es knapp 30, die sich die Gelegenheit nicht entgehen ließen, sich von Experten etwas erzählen u lassen. Mit dabei – und das ist besonders erfreulich – beinahe ein Drittel Mädchen!
 
Aus Österreich waren mit dabei: als einziges Mädchen Ina Forchthammer (1996, Salzburg) und 6 Burschen, nämlich Florian Guggenberger (1991, Kärnten), Roland Heel (1991, Oberösterreich), Florian Klingler (1995, Tirol), Matthias Lechner (1994, Tirol), Dominik Stachl (1995, Steiermark)Fabian Stockmeyer (1991, Tirol). Dazu als Betreuer unser Nationaltrainer Alex Lugger, mehrere Väter von Teilnehmern und meine Wenigkeit.
Im Vorfeld des Camps ging’s bei den Informationen schon rund. Durch den Schneemangel kündigten sich Probleme an. In kongenialer Zusammenarbeit wurden diese aber vor dem Entstehen schon beseitigt. Stellvertretend für die vielen helfenden Hände seinen hier vor allem Matthias Keller vom DVA München und Wolfgang Palzer (der Papa von Toni, den eh jeder aus den Ergebnislisten kennt) genannt; die beiden koordiniert, improvisierten und checkten herum, um am Freitag, dem 15.1.2010 in der Jugendherberge Berchtesgaden pünktlich mit dem Programm beginnen zu können.
 
Nach dem Check in, Begrüßung durch Bürgermeister und den Organisatoren sowie dem Abendessen (ein voller Bauch macht die Jungen zufrieden…) startete das Camp gleich mit einem Highlight: Benni Böhm, ehemaliges Mitglied des deutschen Nationalteams der Skibergsteiger und mittlerweile Geschäftsführer von DYNAFIT International, berichtete in einer packenden Mischung aus Fotos, Filmen und persönlichen Eindrücken über seine Ski- Expeditionen auf Mustagh Ata, Gasherbrum II und Manaslu.
 
Nach einer ruhigen Nacht in der Jugendherberge ….die deutsche Rennläuferin Judith Grassl passte zur Enttäuschung der jungen Burschen auf das Mädchenzimmer auf…. ging’s am Samstag zum vollen Programm über. Am Morgen wurde zum Hochschwarzeck übersiedelt. Dort hatte Wolfi Palzer einen Parcours mit etwa 250 Höhenmeter vorbereitet, der von den jüngeren einmal, von den älteren 2 mal zu passieren war. Als Gastläufer tauchten vor dem Rennen die „jungen Wilden“ der deutschen Nationalmannschaft auf: der 17jährige Toni Palzer, der 18jährige Philipp Reiter und der 19jährige Maximilian Seebeck. Erwartungsgemäß zeigten die drei den anderen, wo der Bartl den Most herholt, allerdings waren so manche der Novizen den erfahrenen Deutschen knapp auf den Fersen. Bei den Wechseln stand fast die gesamte bayrische Elite der Skibergsteiger, um einen Blick auf die jungen zu erhaschen. Darunter klingende Namen wie Babsi Gruber (direkt von ihrem Saalbach-Sieg angereist), Judith Grassl, Jörg Rauschenberger und Schorsch Nickaes. Nach dem knackigen Rennen als Einstimmung ging’s auf der gegenüberliegenden Talseite in einem kurzen Anstieg gemeinsam zur Hochkaser-Hütte. Dort hatte PIEPS-Mann Burkhard Bichler bereits ein Suchfeld aufgebaut. Zusammen mit 2 Bergführern des DAV wurde den jungen Sportlern das richtige Verhalten bei einem Lawinenunfall gezeigt. Den Abschluss des Freiluft-Programms – übrigens bei strahlendem Sonnenschein und Wahnsinns-Aussicht auf das Berchtesgadener Land – bildete ein Fellwechseltraining. Nach der rauschenden Abfahrt über die …naja…mäßig hohe Schneedecke ging’s zurück in die Jugendherberge Berchtesgaden. Dort wartete schon die Triathletin und Lauftrainerin Julia Emmler auf die Mädels und Burschen. Ein überaschend interessanter Vortrag über Lauftechnik und Rumpftraining war ein willkommener und wichtiger Kontrast. Nach dem Abendessen waren es dann 2 der wichtigsten Männer im deutschsprachigen Tourensport, die Ihr Know How an die Jugendlichen abgaben: Urgestein Rupert „Riap“ Baumgartner und Martin Dufter von Riap-Sport Bad Reichenhall gaben Ihr Wissen zu den Themen Materialtuning und Skipräparation zum Besten. Den Abschluss des langen Tages bildete die von Matthias Keller super unterhaltsam gestaltete Siegerehrung vom Rennen am Vormittag, bei der Jeder der Jugendlichen einen Sachpreis erhielt.
 
Die zweite Nacht in der Jugendherberge war – nach dem langen und anstrengenden Tag – automatisch sehr ruhig. Am Sonntag hatte sich das Wetter leider verschlechtert. Der geplante Staffelbewerb wurde daher zu Gunsten einer in Gruppen aufgeteilten gemeinsamen Skitour mit Experten am Jenner weggelassen. Die Tour auf der Originalstrecke des Jennerstier, der hier am 4.2. über die Bühne gehen wird,  war eine wunderbare Praxisschulung. Wechsel von Ski auf Tragepassagen, das schnelle bewältigen von Spitzkehren und vieles mehr konnte direkt von alten Hasen der Rennszene wie Alex Lugger gelernt werden. Der Schneesturm im oberen Teil tat der Begeisterung keinen Abbruch, nur die Freude auf die warme Gaststube in der Bergstation der Jennerbahn wuchs enorm. Am frühen Nachmittag wurde nach Schönau abgefahren und das Trainingscamp beendet.
 
Zufriedene Gesichter, neue Freundschaften, Motivation, Zukunftspläne….vieles wurde geschaffen in den drei Tagen im Berchtesgadener Land. Allen beteiligten Funktionären – auch denen, die hier nicht genannt sind, wie herzlich für Ihre Arbeit gedankt. Vor allem gilt unser Dank aber den Jugendlichen und ihren Eltern, die sich der Sportart Wettkampf-Skibergsteigen verbunden fühlen und mit ihrem persönlichen Engagement die Zukunft bilden. Wir freuen uns alle darauf, die Gesichter vom Jugendcamp irgendwann einmal auf den Siegesstockerln bei internationalen Veranstaltungen zu sehen.
 
Hier gehts zur Ergebnisliste des kurzen Rennens
 
Eine Bildergalerie folgt in Kürze.

 
 
Super Camp!

Von: Matthias Keller [zum Profil] 18.01.2010
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Super war`s! Danke auch an alle Teilnehmer aus Österreich!
 
 

 




 
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