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Traumhafte Bedingungen am Fuße des Hochkönigs
Über 100 Athleten starteten auch heuer wieder beim ASTC Klassiker...
der Hochkönigstrophy 2010
Lokalmatador Markus Stock auf dem Weg zu Silber
Hans Wieland hier noch gut im Rennen
Ein Gewimmel von Athleten an der Wechselzone
Bader, der Schnellste der Hochkönigstrophy, gefolgt von Stock und Innerhofer
Die drei glücklichen erstplatzierten Damen im Ziel
Die starke Jugend des österreichischen Nationalteams
Rennbericht Hochkönigstrophy, 21.2.2010

Von: Anna Spielbüchler 21.02.2010
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Strahlender Sonnenschein, warme Temperaturen, ein frisch angezuckertes Hochkönig Bergmassiv, perfekte Organisation, über 100 motivierte Teilnehmer und begeisterte Zuschauer – viele Zutaten, die zu einem grandiosen Erfolgsrezept führten. Und aus diesem Rezept entstand ein Skitourenbewerb der Sonderklasse auf höchstem nationalen Niveau: die Hochkönigstrophy 2010. Bereits zum sechsten Mal waren die Mandlwände am Fuße des mächtigen Salzburger Bergmassivs der Schauplatz dieses spektakulären Rennens. Noch einen Tag zuvor schien es, dass das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht und das erste Mal seit Jahren nicht mitspielt. Neuschneemengen in den vergangenen Tagen, bewölkte Berggipfel noch am Vortag der Veranstaltung ließen dir Organisatoren zittern. Es scheint aber, dass sich das Team um die Bergrettung Salzburg, Hannes Laner, Markus Stock und Thomas Wallner ganz „brav benommen“ hat und der Wettergott danke es mit den besten Bedingungen am Tag des Rennens.

Gut nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für die Zuschauer, denn durch die optimalen Bedingungen konnte nahezu der gesamte Streckenverlauf vom Start/Ziel Bereich aus eingesehen werden. Die zahlreich erschienenen Besucher feuerten, vom Moderator Josef Moser noch ordentlich in Schwung gebracht, somit die knapp über 100 Athleten ständig lautstark an, welche pünktlich zum Zeitpunkt, als die Sonne über den malerisch weiß verschneiten Gipfeln erschien, am Arthurhaus starteten. Und zum Anfeuern und spannend hautnah miterleben gab es während des ganzen Rennverlaufes viel…

Das Rennen für sich entschied letztlich der Tiroler Nationalteamathlet Martin Bader, er erreichte als erster das Ziel, dicht gefolgt vom Lokalmatador und Rennveranstalter der Hochkönigstrophy, dem Bischofshofener Markus Stock, ebenfalls ein Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft. Vor diesem Endergebnis spielten sich aber dramatische Szenen ab. Bader startete bereits zu Beginn des Rennens stark weg, hinter ihm im Schlepptau Stock, Hans Wieland, dem Südtiroler Paul Innerhofer, dem Deutschen Franz Grassl und Andreas Kalß. Bader setzte sich beim zweiten Aufstieg in Richtung Mandlwände immer mehr vom Verfolgerfeld ab. Er ging als Führender nach der Wechselzone in die Abfahrt, nun ließ aber Wieland wieder seine Stärke im Befahren des alpinen Geländes zum Vorschein kommen. Man konnte vom Zuschauerbereich deutlich erkennen, wie Wieland mit enormer Geschwindigkeit und hervorragender Fahrttechnik bergab Bader die Führung um einige Sekunden abnahm. Dieser ließ ihn aber nicht ziehen, nach einem hervorragend schnellen Wechsel war er Wieland schon wieder bis auf ein paar Meter Rückstand auf den Fersen. Bei der dritten Abfahrt brach Wieland der Schuh, Bader erschien als erster im Start Zielbereich, mit einem großen Vorsprung auf die Verfolger trat er den letzten Streckenteil an und gewann mit einem Vorsprung von fast zwei Minuten in einer Gesamtzeit von 1:29:07,40 die Hochkönigstrophy vor Stock und Innerhofer. „Das war mit Sicherheit mein bestes Rennen in dieser Saison“, so der glückliche Sieger Martin Bader. „Dabei hatte ich zu Beginn noch ein sehr müdes Gefühl, die ÖM vom letzten Wochenende steckte noch tief in den Beinen. Umso mehr freut mich dieses Ergebnis.“ „Martin war heute fast unschlagbar. Ich freue mich sehr für ihn über diesen Sieg“, so der Zweitplatzierte, Markus Stock. Mehr als zufrieden ist aber auch Markus Stock mit seinem Ergebnis. „Die Vorbereitungen zur Veranstaltung waren sehr hart. Wir haben in den letzten Tagen viel gearbeitet, ich habe viele Höhenmeter durch den Materialtransport in meinen Beinen, dementsprechend müde bin ich gewesen. Aber es scheint ich habe mir meine Kräfte genau richtig eingeteilt“, so Markus Stock. Und noch ein kleines Detail am Rande: Markus ist ebenfalls der Schuh gebrochen. Durch eine vorsichtige letzte Abfahrt hat er sich aber noch bis ins Ziel retten können.
Die Platzierung somit letztlich: Martin Bader (Dynafit Racing Team) vor (Hagan Martini Rennteam), Paul Innerhofer (Skimountain Sand in Taufer), Jakob Herrmann (Atomic Biotech), Andi Kalß (Sportunion Windischgarsten), der seinen Weg zurück an die Elite fand, Lokalmatador Tom Wallner (Hagan Martini Rennteam), Hans Wieland (Atomic), der noch eine gute Platzierung trotz Schuhbruch ins Ziel retten konnte, und Thomas Rohringer (HOT! Koller Gosau).
Bei den Masters siegte Franz Grassl (Team Alpenstoff) vor Hans Wallinger (Alpinpolizei) und Anton Essl (ÖBRD Abtenau), der seine Michi, welche erst heute vom Weltcup von Sizilien heimkehrte, würdig vertrat.

Bei den Damen spielten sich nicht minder spannende Szenen ab. Hier duellierten sich die Ramsauer Nationalteamathletin Lydia Prugger und die Deutsche Barbara Gruber um den ersten Rang. Schlussendlich entschied Gruber (Team Alpenstoff) den Sieg für sich, dicht gefolgt von Prugger (WSV Ramsau) und der Tirolerin Veronika Swidrak (Sport Schwaighofer Brixlegg), ebenfalls ein Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft. „Barbara war im Aufstieg einfach unschlagbar. Trotz guter Verfassung und hervorragenden Streckenbedingungen ist es mir beim letzten Anstieg nicht mehr gelungen sie hinter mir zu lassen beziehungsweise sie anschließend noch mal zu überholen. Aber alles in allem bin ich mit meinem zweiten Rang bei diesem harten Rennen wirklich sehr zufrieden“, so die Steirerin Lydia Prugger nach der Zielankunft. Swidrak zu Beginn noch deutlich hinter den zwei Führenden holte im Laufe des Rennens wie eine Rakete immer mehr auf und erlangte so noch den hervorragenden dritten Rang und einen weiteren Spitzenplatz für das Bundesland Tirol.

Stark unterwegs war auch die Junioren im Nationalteam: Nur rund zwei Minuten, und das auf einer Distanz von rund 850 Höhenmetern, lagen zwischen den Erstplatzierten. Hier entschied der Osttiroler Martin Weißkopf das Rennen für sich, vor seinem Landsmann Martin Islitzer und dem Oberösterreicher Daniel Rohringer.

Die Cadetklasse entschied Christian Moises (Bergbiker Gastein) vor David Vierthaler und Dominik Stachl (Sport Vasold) den Sieg für sich, bei dem Damen ging Ina Forchthammer (Team Riap Sport) mit Gold nach Hause.

Die Hochkönigstrophy wurde dieses Jahr auch als Salzburger Meisterschaften und Bergrettungsmeisterschaft ausgetragen. Die Meister hier heißen Markus Stock (Herren Allgem.), Hans Wallinger (Herren Masters), Andrea Kaserbacher (Damen Allgem.), Christian Moises (Cadet männl.), Ina Forchthammer (Cadet weibl.) und Thomas Jäger (Junior männl.). Bei der Bergrettung siegte die BRD Krakauebene (Christian Bachler - Thomas Bachler - Hartmut Zitz - Florian Wallner).

Mit dabei in der Hobbyklasse: Der ASKIMO Landespräsident und Mitveranstalter des Achensee Xtreme von letzter Woche, Werner Brugger. „Jetzt sind die Tiroler Rennen vorbei, nun kann ich endlich auch mal wieder die Tourenski auspacken. Der Bewerb hat mir sehr gut gefallen“, so Brugger nach der Zielankunft.

Ein starker Auftritt der besten nationalen Athleten hier bei der Hochkönigstrophy. Das Rennen wurde dank ihrer Leistungen aber noch mehr durch die Leistungen der Organisatoren, deren Mithelfer und der Sponsoren des Rennes ein voller Erfolg. Ein hervorragender Josef Moser als Moderator rundete den Bewerb noch ab. Gratulation an alle Beteiligen für diesen Event.

Spannend blicken wir nun weiter auf die nächsten Fixpunkte im Terminkalender der Skibergsteiger, welche neben den weiteren Austria Skitour Cup Rennen (Marmotta Trophy in Südtirol und das Finale mit dem Dachstein Xtreme in Schladming/Ramsau) natürlich auch die Weltmeisterschaft ab 1. März 2010 in Andorra sein wird.

Mehr Bilder unserer Fotografen Maria Riedler, Josef Schiefer, Christian Gamsjäger, Helmut Putz, Walter Aschauer und Robert Jölli gibt es in Kürze auf der Bildergalerie. 
Links zum Thema:
ergebnisse/ergebnisse.htm
 
 
Bildergalerie

Von: Anna Spielbuechler [zum Profil] 23.02.2010
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Die Bildergalerie zur Hochkönigstrophy ist nun online! Wirklich ein Toprennen. Nocheinmal herzliche Gratualtion an die Veranstalter.
 
 

 




 
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